Tal der hundert Wasser

Als der legendäre Hiei-Sanno neunzig Jahre alt wurde, hatte er genug von den Intriegen und der Korruption in Lun Wa und zog sich mit seinen vier Söhnen in das Himmelsgebirge zurück. Dort entdeckte er das Tal der hundert Wasser, wo er seinen Söhnen alles beibrachte, was er in seinem langen Leben gelernt hatte.

Angestachelt vom Mythos um diesen legendären Krieger, dessen Weisheit selbst von Kaisern geschätzt wurde, machten sich viele Menschen auf ins Himmelsgebirge um nach Hiei-Sanno zu suchen. Die Meisten drehten nach kurzer Zeit wieder um, denn der Weg ist lang, beschwerlich und zu Beginn war er auch nicht gekennzeichnet. Im laufe der Zeit änderte sich das und die vier Söhne begannen ihre interpretation der Lehren ihres Vaters weiter zu geben. So bildeten sich die vier Tempel die heute in dem Tal stehen und ihre Lektionen an jene weitergeben, die als würdig erachtet werden.

Das Tal selbst ist nicht sonderlich groß, um es der Länge nach zu durchqueren braucht man in etwa einen Tag, der Breite nach einen halben. 

Dennoch befindet sich auf dieser von Gipfeln umringten Fläche ein kleines Paradies. Hunderte Flüsse, Bäche und Wasserfälle sind in dem Tal zu finden und bieten genug Wasser für den Anbau von Reis. Fischschwärme tummeln sich in den Reisfeldern und den natürlichen Becken die vom Wasser gebildet wurden. In den Felsformationen und kleinen Wäldchen wimmelt es nur so von Leben, während der Himmel von Vögeln beherrscht wird.

Tal der hundert Wasser

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